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Gemeinsame Sache

Für Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Die Linke) steht fest: „Die größte Fehlkonstruktion war aus meiner Sicht die Herauslösung Eisenachs aus dem Wartburgkreis, die uns in eine schwierige Situation gebracht hat.“ Das erklärte die Kommunalpolitikerin im NTI-Interview. Die seit 1998 bestehende Kreisfreiheit von Eisenach wurde immer wieder heftig und von vielen Seiten diskutiert. Nun hat Eisenach den freiwilligen Zusammenschluß mit dem Wartburgkreis für 2018 beantragt, um die Stadt vor allem finanziell zu entlasten.

„Wir streben eine ausgewogene Optimierung an“

Thüringens Infrastrukturministerin Birgit Keller (Die Linke) würdigt den bisherigen Stradtumbauprozeß im Freistaat. Die Innenstädte seien wieder attraktiver Wohnstandort sowohl für junge Familien als auch für ältere Menschen. Im NTI-Interview stellt die Ministerin fest, daß der Stadtumbau in Thüringen eine Herausforderung bleibe und als lernendes Programm an sich veränderte Rahmenbedingungen verstanden werden sollte. „Vor allem versteht er sich als eine Frage der lokalen Identifikation der Bewohner. Er steht deshalb auch als eine Einladung an die Kommunen, Verbände und die Bürgerinnen und Bürger, sich in die künftige Stadtentwicklung einzubringen.“

NTI: Frau Keller, anläßlich des Monitoringberichts 2016 zum Stadtumbau haben Sie diesen als eine Erfolgsgeschichte gelobt. Welche Kriterien sind für dieses Fazit angewandt worden und welche Fakten stehen für den Erfolg?

„Gefährliche Welle“

Wenn wir wollen, daß junge Menschen aus dem Umland nicht wegziehen, dürfen wir Stadt und Land nicht mehr getrennt betrachten. Das meint Jürgen Elfrich, Vorstand und Prüfungsdirektor des Verbandes Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e. V. Im NTI-Interview bezeichnet er günstige Wohnungen, preiswertes Bauland und vor allem schnelle und gute Verbindungen zwischen Jena, Erfurt und dem Umland als eine Chance, um das Wohnen dort attraktiv zu machen. Vor allem aber müsse eine soziale Infrastruktur aus Schulen, Ärzten und Nahversorgern erhalten bleiben. Der Ausbau der Breitbandversorgung spiele ebenfalls eine wichtige Rolle. Hier sei die Politik gefragt. Wohnungswirtschaftsverbands-Vorstand Elfrich versichert diesbezüglich: „Wir stehen für ein konzertiertes Vorgehen bereit.“

Komplexes Wechselspiel

Stadt versus Land – „Entweder oder“ respektive „Sowohl als auch“: Das „Wohnen“ steht bei einigen Teilen der Bevölkerung, der Politik und den Medien zunehmend im Fokus. Nur bei einer abgestimmten und konsensfähigen Gesamtstrategie können bestehende Wechselwirkungen eine angemessene Wichtung bei politischen und wohnungswirtschaftlichen Erwägungen erfahren. Das stellt ELMAR DRÄGER, Präsident der Ingenieurkammer Thüringen, in einem Autorenbeitrag für die Neue Thüringer Illustrierte fest. Der Autor versichert diesbezüglich: „Unsere Kammermitglieder sind prädestiniert dafür, mit ihrem anwendungsbereiten und belastbaren Ingenieurwissen zur erfolgreichen bauwirtschaftlichen und baukulturellen Entwicklung im Freistaat Thüringen beizutragen.“

Immerwährender Prozeß

„Nach dem Stadtumbau ist vor dem Stadtumbau.“ So lautet das Motto der Rudolstädter Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft mbH.

Die Rudolstädter Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft mbH (Ruwo) ist das größte Immobilienunternehmen der Residenz- und Schillerstadt. Und ein erfolgreiches dazu. Der gemeinsam mit der Wohnungsgenossenschaft WGR und der Stadtverwaltung realisierte Stadtumbau, der sich im Besonderen auf die Großwohnsiedlung Volkstedt-West konzentriert, gilt als einer, „wie aus einem Guß.“ Die zahlreichen Um-, Rückbau- und Modernisierungsmaßnahmen haben zu einer deutlichen Verschönerung des Wohngebietes beigetragen. Das meinen so auch die Ruwo-Mieter, wie entsprechende Mieterumfragen ergaben. Was zur Folge hat, daß das einstige soziale Problemgebiet mittlerweile in seinem Ansehen spürbar gestiegen ist.

„Die Stadt wächst mit den Aufgaben“

Apolda ist eine Stadt mit vielen Gesichtern: die Glockenstadt, die Stadt der Stricker und Wirker, die Stadt der Braukunst. Das sagt Mike Mohring (CDU).

„Apolda in Szene setzen“

Eine Steigerung der städtischen Wohn-, Lebens- und Aufenthaltsqualität erwartet Apoldas Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand (FWW) mit den in diesem Jahr in der Kreisstadt stattfindenden Ereignissen Landesgartenschau und Thüringentag. Im NTI-Interview berichtet das Stadtoberhaupt über weiterführende Ziele: „Wir wollen bis zum Jahr 2030 die Wohlfühlstadt sein.“

NTI: Herr Bürgermeister, 2017 steht Apolda wie keine andere Stadt im Freistaat im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Mit der Landesgartenschau und dem Thüringentag stehen gleich zwei Megaereignisse an, zu denen Sie bis zu 300.000 Besucher erwarten. Ist ein solcher Besucherandrang für Ihre Region überhaupt zu verkraften?

„Nichts wird für niemanden besser“

Hans-Helmut Münchberg, der parteilose Landrat des Kreises Weimarer Land, lehnt eine geplante Gebietsreform weiterhin kategorisch ab.

Markenzeichen Präzision

Präzision bedeutet Perfektion. Beides sind Markenzeichen der Werner Dreh- und Frästechnik sowie der Dewetec Präzisionsteile GmbH in Niedertrebra. Die paßgenauen Thüringer Produkte kommen unter anderem im Sondermaschinenbau, der Elektro- und Lebensmittelindustrie sowie in der Medizintechnik zum Einsatz.

Wer hätte gedacht, daß Niedertrebra, zwischen Apolda und Bad Sulza gelegen, auch außerhalb Thüringens ein Begriff ist? Zu verdanken hat das der kleine Ort im Kreis Weimarer Land vor allem der Werner Dreh- und Frästechnik.

Frohe Ostern

Die Neue Thüringer Illustrierte wünscht allen Lesern und Geschäftspartnern ein frohes Osterfest!

Im Stich gelassen

Als Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) am 6. September 2015 zur mitternächtlichen Stunde höchstselbst mit dem Megaphon die ankommenden Flüchtlinge auf dem Bahnsteig am Bahnhof Saalfeld begrüßte, war das ein äußerst medienwirksamer Beweis, wie Willkommenskultur in Thüringen geht. Die 569 Asylsuchenden kamen von Ungarn über Österreich und Bayern nach einer unglaublich strapaziösen und nervenaufreibenden Zugfahrt in Thüringen an und wurden hier vom Landeschef sogar in ihrer Landessprache mit einem „Ihr seid in Thüringen herzlich willkommen!“ empfangen.

Akut gefährdet

Die Vorfreude auf die beiden Top-Ereignisse Landesgartenschau und Thüringentag in diesem Jahr in Apolda ist in der Glockenstadt riesig.

Im Zeichen der Natur

Wind, Regen, kühles Wetter waren typisch für das Jahr 2016. Das konnte die Attraktivität des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern nicht schmälern: Die Übernachtungszahlen reichen ans vorangegangene Rekordjahr von knapp 30 Millionen heran.

Trotz des wechselhaften Wetters führten auch im Sommer 2016 Orte in Mecklenburg-Vorpommern die bundesweite Sonnenstatistik an: Auf der Insel Rügen, am Kap Arkona, dem nördlichsten Punkt des Eilandes, schien die Sonne mit 780 Stunden bundesweit am längsten. Platz zwei belegte die Greifswalder Oie, wo 741 Sonnenstunden gemessen wurden. Zugleich war Mecklenburg-Vorpommern mit rund 165 Litern pro Quadratmeter das deutschlandweit zweittrockenste Bundesland.

„Streßfrei ans Ziel“

Als schnelle Verbindung zur Ostsee hat sich der Warnowtunnel, Deutschlands erstes privatfinanziertes Straßenbauprojekt, bewährt. Im NTI-Interview berichten Yvonne Osterkamp und Olaf Wiechmann, Geschäftsführer der Warnowquerung GmbH und Co. KG, über aktuelle und künftige Tunnel-Herausforderungen.

NTI: Der Warnowtunnel gilt als die Abkürzung in Rostock, ja als schnelle Verbindung zur Ostsee. Können Sie sich noch an das Verkehrsgeschehen in der Region vor 2003 erinnern?

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Auf Luthers Spuren

Die Ausgabe 3/2017 berichtet über ein ereignisreiches Jahr in der Wartburgregion.

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