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Bodenständigkeit

Im Privat-Bungalow fing für Helmut Heinz einst das Unternehmerleben an. Am 1. April 1991 gründete er die H. Heinz Meßwiderstände GmbH und begann zusammen mit zwei Mitarbeitern, Glasmeßwiderstände herzustellen. Der Mann, der in den 1980er Jahren die Produktion im Thermometerwerk Geraberg leitete und als ein hervorragender Fachmann auf dem Gebiet der Temperaturmeßtechnik galt, wollte unbedingt und unbeirrt seine Vision verwirklichen: Helmut Heinz war überzeugt davon, daß Bauelemente und Systeme zur genauen Messung der Temperatur in der Industrie wie auch im täglichen Leben zukünftig allgegenwärtig werden würden und der Markt für die Temperaturmeßtechnik rasant wachsen würde. Daß sich das Unternehmen einmal zu einem der erfolgreichsten Mittelstandsbetriebe in Thüringen entwickeln sollte, daran war zum Gründungszeitpunkt nicht einmal zu denken. Heute beschäftigt das Unternehmen an den Elgersburger und Ilmenauer Standorten insgesamt 150 Mitarbeiter und feierte, wie die NTI in Ausgabe 1/2016 berichtete, in diesem Jahr das 25jährige Jubiläum.

„Der ländliche Raum in Thüringen lebt“

Unsere kleinen Städte und die vielen Dörfern sind voller Menschen mit Ideen und viel Engagement. Das meint Birgit Keller (Die Linke), die seit eineinhalb Jahren das Amt als Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft führt. Im NTI-Interview gibt sich die Politikerin optimistisch: „Wenn wir dies weiter fördern, wird der ländliche Raum Thüringens eine Zukunft haben“.

„Ein offenes Haus“

Vom 27. bis 31. Juli findet in Bad Blankenburg die mittlerweile 121. Bad Blankenburger Allianzkonferenz unter dem Motto „Freispruch für alle“ statt. Diese älteste deutsche Bibelkonferenz wird von der Deutschen Evangelischen Allianz (EAD) veranstaltet. Im NTI-Interview berichtet deren Generalsekretär Hartmut Steeb, der darüber hinaus die Evangelische Allianzhaus gGmbH leitet, über die DEA, ihre Geschichte und Gegenwart sowie über die Angebote des Allianzhauses.

NTI: Herr Steeb, mit einiger Wahrscheinlichkeit dürften nur wenige unserer Leser mit dem Begriff der Evangelischen Allianz etwas anfangen können. Klären Sie diese bitte mit wenigen Worten auf!

Turbulente Wochenenden

Sieg knapp verpaßt: Der Thüringer Motorsportnachwuchsrennfahrer Jannes Fittje bewies sein Können mit einem Doppelpodium auf dem Lausitzring.

67.500 Zuschauer reisten am 4. und 5. Juni nach Brandenburg und feuerten auf dem Lausitzring die Youngster der ADAC-Formel 4 an. Im Rahmenprogramm des ADAC-GT-Masters und der Deutschen-Tourenwagen-Masters (DTM) absolvierte die Nachwuchsklasse ihre dritte Veranstaltung. Mitttendrin der „Deutsche Post Speed Academy“-Schützling Jannes Fittje aus Thüringen. In spannenden Rennen fuhr er gleich zweimal auf das Siegerpodium.

NEWS 30.06.2016: Starker Anstieg an Sterbefällen

Höchstes Geburtendefizit in Thüringen seit 1997: Leicht steigende Geburten standen im Jahr 2015 deutlich höheren Sterbezahlen gegenüber.

17.934 Geburten und 28.830 Sterbefälle wurden im Jahr 2015 in Thüringen registriert. Das sind 47 Geburten (+0,3 Prozent) und 1873 Sterbefälle (+6,9 Prozent) mehr im Vergleich zum Jahr 2014. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik am 30. Juni 2016 mitteilte, wurden damit im vorigen Jahr in Thüringen so viele Kinder geboren wie seit 1991 nicht mehr.

NEWS 02.06.2016: Gut vorbereitet

12 junge Flüchtlinge in Holzdorf: Stiftung PhosZoe unterstützt Diakoniestiftung bei der Integration mit Geld für Bücher, Laptop und Sprachlehrer.

Am 3. Juni ziehen in das Landgut Holzdorf drei weitere unbegleitete Flüchtlinge im Kinder- und Jugendalter ein. Dann leben dort 12 heranwachsende Jungen. Wer kommt, weiß die Teamleiterin Gritt Harnisch noch nicht, aber man ist gut vorbereitet. Es wurde zusätzliches Personal eingestellt, die Räume sind renoviert und neue Betten wurden in den Werkstätten Christopherushof, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung der Diakoniestiftung, hergestellt. Fahrräder können sich die jungen Männer in der Fahrradwerkstatt an der Weimarer Tafel bald selbst zusammenbauen und in dieser Woche wurde der Startschuß für eine Kooperation der Diakoniestiftung mit der Stiftung PhosZoe (Licht und Leben) gegeben.

Großes Geschenk

Der Landkreis Eichsfeld hat sich im und für den Freistaat Thüringen als ein Erfolgsmodell erwiesen. Die NTI berichtete wiederholt über die Symbiose aus bodenständiger Gewachsenheit und einem neuen kraftvollen Aufbruch in der Region und darüber, wie die Eichsfelder ihre Vorhaben über Jahre hingebungsvoll vorangetrieben haben und damit Unglaubliches möglich machten.

Der Eichsfelder Dieter Althaus beschrieb den besonderen Menschenschlag seiner Landsleute durchaus treffend in der Neuen Thüringer Illustrierten. In einem Interview für die Ausgabe 9/2008 äußerte sich der damalige christdemokratische Ministerpräsident des Freistaates Thüringen zu den Chancen eines zu diesem Zeitpunkt für unmöglich gehaltenen Papstbesuches in seiner Heimat: „Es gibt in der Bibel dieses schöne Beispiel, wo man auf den Herrn wartet und die einen schlafen ein und haben dann kein Öl mehr und die anderen haben das Öl immer präsent und lassen die Lampen brennen. Ich sehe die Eichsfelder jetzt eher in der zweiten Position: Sie lassen die Lampen brennen und haben das Öl auch immer auf der Lampe, um dann auch bereit zu sein, wenn der Papst kommt.“

„Ab und an etwas mehr Weite und Souveränität wagen“

Die Eichsfelder müßten sich nicht dafür entschuldigen, daß sie in ihrem sozialen Verhalten nicht eindeutig den modernen politischen Strukturen zuordenbar sind. Das sagt Dr. Werner Henning (CDU), Landrat des Landkreises Eichsfeld. Im Hinblick auf derzeitige Gebietsreformpläne stellt er im NTI-Interview fest: „Insofern vertraue ich doch ein Stück auf kluges Regieren in Erfurt, welches dem Eichsfeld keine politischen Zuordnungen auferlegt, die es dauerhaft nicht ausfüllen kann. Reine wirtschaftliche Begründungen, daß man uns mit neuen Strukturen quasi zu retten habe, sind bei uns nicht zielführend.“ Der Landkreis Eichsfeld sei ebenso gesund wie solvent.

„Veränderung ist kein Selbstzweck“

Die Thüringer CDU ist in der Opposition angekommen: „Wir haben aus dem Wahlergebnis gelernt und uns personell und inhaltlich neu aufgestellt“, erklärt Thüringens CDU-Landtagsfraktionschef Mike Mohring. Im NTI-Interview äußerte sich der Landesvorsitzende der CDU auch zu den rot-rot-grünen Gebietsreformvorhaben. Bei diesem Thema sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Es fehle, so die Kritik des führenden Christdemokraten im Land, an Bürgerbeteiligung, Respekt gegenüber der kommunalen Familie und plausiblen Begründungen, warum zum Beispiel alle Verwaltungsgemeinschaften abgeschafft werden sollen.

NTI: 1994 erklärte der damalige CDU-Regierungschef Bernhard Vogel in einem NTI-Interview, daß Thüringen und Sachsen in Zukunft wieder zentrale Industriestandorte der Bundesrepublik sein werden. Außerdem prophezeite der Politprofi eine damals nicht für möglich gehaltene Vollbeschäftigung. Diese Ziele galten mittlerweile im bis vor kurzem CDU-geführten Freistaat als nahezu erreicht. Dagegen benannte Thüringens neuer Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linkspartei im vorigen Jahr im NTI-Interview Defizite: In den letzten 20 Jahren habe Thüringen 350.000 Bürger verloren, die Steuerkraft liege bei 53 Prozent und die Wirtschaftlichkeit bei 74 Prozent. Eine Erfolgsbilanz hört sich anders an. Herr Mohring, wo steht Thüringen wirklich?

„Ideologie trifft auf Wirklichkeit“

Von Gebietsreform geredet sei fahrlässig schnell. In die Tiefen der Probleme und Folgenabwägung einzusteigen, sei mühsam. Die Landesregierung entziehe sich dem, sie scheine plan- und ideenlos. Das stellt Hans Helmut Münchberg, der parteilose Landrat des Kreises Weimarer Land, fest. Im NTI-Interview geht der entschiedene Gegner der rot-rot-grünen Gebietsreformpläne in diesem Zusammenhang auch auf die Integration von Flüchtlingen ein. Diese werde eine Generationenaufgabe. Erfolgreiche Integration setze erfolgreiches Verwaltungshandeln voraus. „In der vor uns liegenden Situation Verwaltungen durcheinanderzuwürfeln, ist fahrlässig. Es grenzt nach meiner Überzeugung an Verantwortungslosigkeit und an mangelnde Fantasie, was die Herausforderung der Integration uns tatsächlich abverlangen wird.“

NTI 1-2016 erschienen

Umgekrempelt

25 Jahre Neue Thüringer Illustrierte.

Ziemlich verdutzt waren die NTI-Redakteure, als ihnen Bernhard Vogel seine Vision für Thüringen erklärte. In einem Interview für die Ausgabe 5/1994 prognostizierte der damalige christdemokratische Ministerpräsident im Gegensatz zu politischen Widersachern, die dem jungen Bundesland eine „ganz schlimme Deindustriealisierung“ bescheinigten, allen Ernstes und unbeirrt: „Thüringen und Sachsen waren die Ursprungsländer der Industrie in Deutschland. Und Thüringen und Sachsen werden zentrale Industriestandorte in der Bundesrepublik Deutschland wieder sein.“ Der von Rheinland-Pfalz nach Thüringen beorderte Politprofi hielt sogar eine Arbeitslosenrate zwischen drei und fünf Prozent langfristig im Freistaat für realistisch: „Wir wollen auch in Thüringen eine Vollbeschäftigung erreichen, die über Jahrzehnte zu den Standardwerten der alten Bundesrepublik gehört hat.“

NEWS 31.03.2016: Sinnfreies Ritual

Machen Arbeitszeugnisse noch Sinn? Empirische Studie der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zur Zeugnispraxis in Deutschland.

Jeder Beschäftigte hat in Deutschland bei Beendigung seines Arbeitsverhältnisses einen Rechtsanspruch auf die Ausstellung eines einfachen Arbeitszeugnisses. Dieses enthält Aussagen zur Art und Zeitdauer der ausgeübten Tätigkeit.

Frohe Ostern

Die Neue Thüringer Illustrierte wünscht allen Lesern und Geschäftspartnern ein frohes Osterfest.

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In der Ausgabe 1/2016 steht der freistaatliche Mittelstand im Blickpunkt der Berichterstattung.

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